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Training

Konzept

Das Training der Delfine findet auf freiwilliger Basis statt. Grundlage hierfür ist das Prinzip der positiven Konditionierung, mit einem sehr innigen und vertrauensvollen Verhältnis zwischen Pfleger und Tier.

Wie funktioniert dieses positive Konditionieren?

Lernen durch Belohnung und ein sehr enges Vertrauensverhältnis zwischen Pfleger und Tier sind hierbei das A und O. Ähnlich wie beim Hundetraining erhält der Delfin für jede richtig ausgeführte Übungen eine Belohnung, entweder in Form einer Streicheleinheit oder eines kleines Fischhappens. Verstärkt wird die Belohnung durch einen Pfiff aus der Pfeife des Pflegers, der dem Tier signalisiert, dass die Übung beendet ist. Belohnt wird nur das richtige Verhalten des Tieres. Falsches Verhalten wird ignoriert. Eine Bestrafung für eine falsch ausgeführte Übung oder ein anderes Fehlverhalten findet grundsätzlich nicht statt, denn dieses würde das Vertrauensverhältnis zwischen Pfleger und Tier nachhaltig negativ beeinträchtigen. Wenn ein Delfin einmal nicht das gewünschte Verhalten zeigt, wird im Anschluss ein Verhalten abgefragt, welches er in jedem Fall gut beherrscht. So geht jedes Training positiv für das Tier zu Ende.


Bei dem Positivtraining lernt der Delfin rasch, für welche Übungen er eine Belohnung erhält und für welche nicht. Auf diese Weise können einzelne Übungen der Delfinvorführung erlernt und letztendlich ein ganzes Programm aufgebaut werden. In ähnlicher Form agieren die Delfine beim medizinischen Training. Auf ein Zeichen des Pflegers legen sich z.B. die Delfine auf die Seite, um auf freiwilliger Basis eine Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen, ohne das Tier hierbei in irgendeiner Form fixieren oder anderweitig beeinträchtigen zu müssen. Zum Abschluss einer jeden gelungenen Übung gibt es die Belohnung, die Anreiz für die Tiere ist, um mitzumachen. Manche Tiere lernen sehr schnell, andere benötigen mehr Zeit. Gewöhnlich dauert es nur wenige Wochen, bis ein Delfin eine neue Übung erlernt hat.

Vorführung

Die täglichen Delfinvorführungen im Delfinarium dienen einerseits dazu, den Besuchern die Delfine näher zu bringen und Wissenswertes über die Biologie und Ökologie der Delfine zu vermitteln, und andererseits dazu, die Tiere gesund und fit zu halten.

Anders als im Freiland müssen die Delfine im Delfinarium ihre Beute nicht selber erjagen. Vielmehr ernähren sich die Delfine im Zoo von Fast-Food - von Fischhappen, die den Tieren von den zuständigen Tierpflegern in genau dosierten Portionen über den Tag hinweg angeboten werden.







Während im Freiland die Nahrungssuche sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und die Tiere geistig und körperlich fordert, ist dieses im Delfinarium deutlich weniger gegeben. Wie bei allen anderen Zootieren, so haben auch die Delfine im Delfinarium mehr Freizeit und weniger Bewegung als ihre Artgenossen im Meer. Um dieses auszugleichen und eine körperliche und geistige Fitness der Tiere zu garantieren, bedarf es einer Beschäftigung der Delfine. Hierzu dienen regelmäßige Fitness-Übungen und ein ausgewogenes Konditionstraining – ähnlich wie bei uns Menschen. Dieses wird durch die täglichen Vorführungen und die übrigen Trainingseinheiten, wie u.a. das so genannte medizinische Training, bewirkt.

Wichtig ist, dass all diese Delfinvorführungen auf freiwilliger Basis stattfinden. Grundlage hierfür ist das Prinzip der positiven Konditionierung, mit einem sehr innigen und vertrauensvollen Verhältnis zwischen Pfleger und Tier.

Allerdings gibt es sehr wohl Tage, an denen die Tiere einmal keine Lust haben, mitzuwirken. Die Delfine sind keine Maschinen sondern Lebewesen und ähnlich wie wir Menschen sind die Tiere mal gut und mal weniger gut drauf. Wenn der Delfin keine Lust hat, dann braucht er auch nicht mitzumachen. Das kommt z.B. während der Paarungszeit oder der Jungtieraufzucht vor, wenn die Tiere anderweitig beschäftigt sind. Gleichwohl erhält selbstverständlich jeder Delfin tagtäglich seine volle Ration an Fisch, auch wenn er einmal nicht an den Übungen teilnimmt.

Die Vorführungen haben sich im Laufe der Zeiten sehr verändert.
So gab es damals noch die Wasserarbeit, bei der die Tierpfleger zu den Tieren ins Wasser gingen und sich zum Beispiel auf der Schnabelspitze aus dem Wasser schieben ließen.
Dies gehört mittlerweile der Vergangenheit an. An die Stelle des hauptsächlichen Unterhaltungsprogrammes ist eine edukative Vorstellung der Delfine, ihrer Biologie und Bedrohung getreten. Aber dies muss selbstverständlich auch einen gewissen Unterhaltungscharakter haben, da für viele unserer jüngerer Besucher ein streng wissenschaftlich aufgebauter Vortrag schwer zu verstehen ist.










Ein Bestandteil der Vorführung hat sich aber im Laufe der Jahre nicht geändert. Das bei Kindern sehr beliebte „Bootfahren“ ist auch heute noch eine Möglichkeit die Vorführung etwas aufzulockern. Auch wenn es nicht „edukativ wertvoll“ die natürlichen Verhaltensweisen der Delfine wiederspiegelt, so ermöglicht es doch zu zeigen, wie geschickt die Tiere das Boot ziehen können. Im Altdelfinarium wurde anstelle eines Kindes auch der Schlittenhund JENNY gelegentlich als Boothund eingesetzt.



Spiel

Außerhalb der Vorführungszeiten und der übrigen Zeiten, während derer sich die Tierpfleger aktiv mit den Delfinen beschäftigen, dienen allerlei Spielzeuge den Tieren der Beschäftigung. Stundenlang können die Delfine mit Bällen, Bojen oder Schläuchen spielen, ähnlich wie Delfine sich im Freiland mit Algen, Ästen oder Treibholz beschäftigen. Auch regelmäßige Tauchgänge der Pflegerschaft für die nötige Beckenreinigung bieten den Delfinen reichlich Abwechslung.

Delfine beim Spiel